Der Vorderlader ist die ursprüngliche Form der Feuerwaffe. Ein typischerweise glatter Lauf wird mit Treibladung und Projektil durch die Mündung geladen. Das hintere Ende des Laufes ist fest verschlossen und verfügt nur über ein kleines Zündloch, durch das eine Lunte (Luntenschloss) eingeführt wird. Der hierdurch erzeugte Funke oder Feuerstrahl entzündet die Treibladung. Vorderladerfeuerwaffen werden klassisch mit Schwarzpulver und einem Bleigeschoss geladen. Dazu kommt oft noch ein Schusspflaster zur Abdichtung.

Das Prinzip des Vorderladers:
1. Kugel
2. Pulverladung
3. Zündloch

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Mit Vorderladerkanonen zu schießen, war immer sehr gefährlich. Glimmende Pulverreste im Lauf konnten sich bei dem notwendigen Durchwischen des Rohres nach jedem Schuss entzünden. Schuld daran war der frisch zugeführte Sauerstoff. Das kostete so manchen Kanonier den Arm. Verhindert wurde dies dadurch, dass es Pflicht wurde, nach jedem Schuss zunächst feucht durchzuwischen, dann erst die neue Ladung zu setzen, wobei der Richtschütze mit einem ledernen Daumenschutz das Zündloch zuzuhalten hatte. Auch konnten die gegossenen Kanonen keine langen Serien schießen. Die Rohre erhitzten sich so stark, dass die Ladungen schon beim Einführen abzubrennen drohten; die Anzahl der Schüsse, die in einer Stunde abgegeben werden durften, war begrenzt. Im Laufe der Zeit wurde das Material besser, so dass diese Begrenzungen reduziert werden konnten.

(Quelle: Wikipedia)

In lautstarker Aktion ist die Böllermarie regelmäßig beim Turmfest am Kornsturm, vor der Großen Funkensitzung und beim Rathaussturm an Altweiberfastnacht zu bewundern, wo ihren donnernden Argumenten der Bürgermeister wenig entgegenzusetzen hat. Darüber hinaus nehmen, die Kanoniere alljährlich im Juni an den Offenen Brandenburgischen Vorderlader Kanonen Meisterschaften in der Ratinger Partnerstadt Beelitz teil. Die Vizemeisterschaft wurde schon einmal errungen, der Meistertitel ist mehr als überfällig.